Eins, zwei, drei – plastikfrei

Plastikfrei – auch der Verzicht auf Plastik schützt das Klima

Mit eigenen Augen können wir sehen, dass Plastik nicht nur unsere Müllberge wachsen lässt. Durch das gedankenlose Wegwerfen von Müll vermehrt er sich auch in den Meeren, Gewässern und an Land. Dass dies schädlich für Flora und Fauna ist, darüber müssen wir nicht sprechen. Aber, dass die Zersetzung des Plastikmülls auch schädlich für das Klima ist, das ist uns nicht unbedingt bewusst.

Plastikmüll und Klima

Hawaiianische Forscher der „University of Hawaii“ haben 2018 eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass der langjährige Zersetzungsprozess, nicht nur des Plastiks an sich wegen, gefährlich für Flora und Fauna ist, sondern auch für das Klima schädlich ist. Durch die UV-Strahlung der Sonne setzt das Plastik nämlich klimaschädliche Gase, wie z.B. Methan frei. Je länger das Plastik dabei liegt und zu Mikroplastik zerfällt, desto mehr Treibhausgas gibt es ab, denn Risse etc. vergrößern die Oberfläche, die wiederum der Sonnenstrahlung vermehrtes „Verdampfen“ ermöglicht.

Eine Zigarettenkippe schwimmt 5 Jahre im Meer, eine Plastikflasche sogar 400 Jahre! (Martin Knapp, Initiator der Aktion)

Anteil an Klimakrise noch gering

Noch ist dieser Anteil an der Klimakrise laut Wissenschaftler sicherlich nicht besonders groß, aber durch die steigende Kunststoffproduktion weltweit, kann es zu einem echten Problem werden. Die Vermeidung der Verwendung (und damit langfristig auch der Produktion) unnötigen Plastiks muss damit für jeden Umwelt- und Klimaschützer ein Anliegen sein. Das Mikroplastik, das auch gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe wie Weichmacher und Stabilisatoren enthält, landet zum Schluss direkt beim Menschen. In Kabeljau und Makrele ist es schon gefunden worden. Zuletzt auch in Mineralwasserflaschen.

Die friesenenergie, als Unternehmen im Wangerland ansässig, ist nun also offiziell Partner der Initiative „Wangerland für müllfreie Meere“ geworden. Hervorgegangen ist diese Initiative aus der touristischen motivierten Arbeitsgemeinschaft „Plastikfreies Wangerland“. 

Auch „Radio Jade“ berichtete von der Initiative:

 

Neben dem Ökostromversorger haben sich diverse Gastronomiebetriebe und Hotels der Initiative angeschlossen. Zudem auch die katholische Kirche, das Fairhandelshaus Mercado Mundial aus Schortens-Grafschaft, die Grundschule Tettens, WTG und die Bücherinsel.

Bildquelle: NWZ-Online.de

Ziel der Partner ist es Plastikmüll zu vermeiden und Kunden und Gäste aufzuklären und zu motivieren ebenso zu handeln.

Quelle: Wikipedia

friesenenergie-wangerland-fuer-muellfreie-meereDas Logo wurde von Grafiker Andreas Reiberg entwickelt, der sich ebenfalls sehr beim Thema Umwelt- und Klimaschutz engagiert.

Ein stilisierter Plastikflaschen-Fisch wird bei den Aktionspartnern auf Bierdeckeln, Aufstellern und Aufklebern zum Tragen kommen. 

Was aber tun die Partner selbst?

Die Grundschule Tettens führt ihre Klassenfahrten nach Spiekeroog durch. Dort sammeln die Kinder Müll und sehen das Problem damit quasi Live. 

Die Kirchengemeinde nutzt auf Veranstaltungen kein Plastik mehr und das Fairhandelshaus hat eine Unverpackt-Abteilung, bei der die Kunden selbst mitgebrachte Umverpackungen mitbringen.

Mach mit und vermeide Müll. (Claim der Initiative)   

 

 

Die teilnehmenden Gastronomen der Region haben folgende Änderungen vor:

  • Verwendung von Großverpackung
  • beim Frühstücksbüfett wird darauf geachtet auf Portionsverpackungen zu verzichten
  • Reduzierung von Einweg Verpackungen durch Transport von Obst, Gemüse und Lebensmittel durch Mehrweggebinde
  • Gastronomie verwendet zum überwiegenden Teil Mehrweggeschirr
  • Mülltrennung im Rahmen des möglichen
  • Aktion zur Verwendung regionaler und saisonaler Produkte ist in Arbeit (Kartoffeln, Fleisch und Gemüse wird zum Teil bereits aus regionalem Anbau eingekauft)
  • Betreiben von ressourcenschonender Geräte (Energiesparmodus etc.)
  • Sparsamer Umgang mit Reinigungsmittel
  • Gäste anhalten und informieren über Energieeinsparung im Hotelzimmer (Heizung abdrehen, Verbraucher ausschalten wenn nicht benötigt)
  • Einsatz von LED Technik im Hotel und Restaurant
  • Wenn es eine Information im Wangerland geben wird, legen wir die gern aus und empfehlen diese an unsere Gäste weiter.

Sie können sich den Flyer der Initiative hier direkt downloaden.

   

Plastik im Meer from OceanCare on Vimeo.


Experimentelle Visualisierung der Verteilung des maritimen Plastikmülls zwischen 1985 und 2010 (Quelle)

 

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.