Ich bin ja für die Energiewende, aber …

“Ja zur Energiewende, aber” – ja aber was?

Aus verschiedenen politischen Lagern haben wir es schon gehört “Ich bin ja kein … , aber ….!”.
Eine Variante ist derzeit auch oft “Ich bin ja für die Energiewende, aber …”.
Was genau hat es damit auf sich?

Wir kennen doch alle den Spruch “Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!”.

Oder nicht?

Manchmal haben sogar Erwachsene ein Problem mit dem Verständnis für den Spruch, deshalb ziehen wir einmal GEOlino, ein Kindermagazin, zu Rate.

GEOlino klärt auf: “Diese Redensart wird benutzt, wenn jemand einen Vorteil haben möchte, aber nicht bereit ist, etwas dafür zu geben. Sebastian möchte gerne Kapitän sein, sich aber um nichts kümmern. Das ist genauso wenig möglich, wie den Pelz gewaschen zu bekommen, ohne nass zu werden. Meistens bringt ein Vorteil an anderer Stelle auch einen Nachteil. Das muss man in Kauf nehmen.”

Ja zur Energiewende, aber ...

Quelle: www.freie-webzet.de

NIMBY-Effekt

Der NIMBY-Effekt wird im angloamerikanischen Sprachgebrauch häufig verwendet und meint im Grunde das Gleiche. Ein NIMBY-Effekt (“not in my backyard”) besagt, dass z.B. die Energiewende befürwortet wird, solange Personen nicht vor Ort durch den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) selbst betroffen sind. Jede gebaute Windkraftanlage ist gut, solange sie nicht im direkten persönlichen Umfeld gebaut wird.

Gut zu beobachten ist das Phänomen in der Diskussion rund um die Offshore-Windkraftanlagen. Ist man Argumente bzgl. der “Verschandelung der Landschaften” im Bereich der Onshore-WKA bereits länger gewohnt, so sind WKA in 80 Kilometer Entfernung, weit draußen im Meer, oft ein ebenso großer Dorn im Auge vieler Betrachter.

Wir müssen uns allerdings im Klaren darüber sein, dass nur ein AUSBAU aller EEA – und zwar weit oberhalb der politisch gewollten Zahlen – der Energiewende und einer klimatisch gesicherten Zukunft unserer Kinder zuträglich sein wird. Natürlich ist es dabei nicht immer schön anzusehen. Aber wir alle werden Kompromisse eingehen müssen, wenn wir nachhaltige Energiequellen nutzen wollen. Wir brauchen Strom aus nicht-fossilen Quellen und jeder kann seinen dazu Beitrag leisten. Selbst wenn es “nur” das Akzeptieren einer EEA in direkter Sichtnähe ist.

Ein Einbeziehen der Bürger, ein aktives Mitgestalten, kann dabei der Schlüssel zu mehr Akzeptanz sein.

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