Der CRI – Climate Risk Index

Climate Risk Index – wie gefährdet sind die Länder der Erde?

Der CRI (Climate Risk Index) von Germanwatch ist nicht vielen Menschen als Begriff geläufig. Aber als jemand, der in Deutschland lebt, vor allem so wie wir an der Küste, sollte man sich dringend einmal mit dem Thema CRI beschäftigen.

Der Climate Risk Index ist eine Untersuchung des Germanwatch e.V. aus Bonn. Er sagt aus, in welchem Maße die Gefahr besteht, dass Länder der Erde von Katastrophen betroffen sind. Diese Geschehnisse können Wetterextreme wie Stürme, Fluten/Hochwasser, Hitzewellen/Dürren usw. sein.

Der Report 2017 fasst Ergebnisse vergangener Wetterextreme aus den Jahren 1996 – 2015 zusammen und gibt die betroffensten Länder der letzten Messung wider. Vor allem der afrikanische Kontinent war in den letzten Jahren stark betroffen.

Von 1996 – 2015 waren es vor allem folgende Länder, die am meisten betroffen waren:

  • Honduras
  • Myanmar
  • Haiti

Im einzelnen Jahr 2015 waren es:

  • Mozambique
  • Dominikanische Republik und
  • Malawi

Der CRI 2017 bestätigt erneut, dass vor allem Nicht-Industriestaaten verstärkt betroffen sind.
Im Zeitraum 1996 – 2015 starben bei knapp 11.000 Wetterextremen knapp 528.000 Menschen und es entstand ein Gesamtschaden von über 3 Billion Dollar.

The Global Climate Risk Index 2017 analyses to what extent countries have been affected by the impacts of weather-related loss events (storms, floods, heat waves etc.). The most recent data available – from 2015 and 1996–2015 – were taken into account. (Global Climate Risk Index 2017 – Report)

Nun fragt man sich vielleicht, warum das uns deutsche Küstenbewohner speziell betreffen sollte.
Schauen wir uns einmal die Rangfolge des CRI 2017 an: dann stellen wir fest, dass ein Staat wir Katar auf dem “letzten” Platz 180 landete. Bedeutet, dass hier am wenigsten Wetterkapriolen stattfinden.

Wenn Sie Deutschland suchen, dann werden Sie uns auf einem beängstigenden globalen Platz 64 finden. Im Ranking der Industriestaaten sind wir nach Frankreich und Portugal die am drittstärksten betroffene Nation.

Gründe dafür sind z.B. die Hitzewelle im Jahr 2003 oder der Orkan Kyrill in 2007 sowie die „Jahrhundert-Hochwasser“ an Elbe, Donau und Oder. Die materiellen Schäden belaufen sich in Deutschland auf etwa 3,6 Milliarden US-Dollar pro Jahr seit 1996.

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