Kannten Sie das Stromeinspeisegesetz (StromEinspG)? - Der friesenenergie-BLOG

Kannten Sie das Stromeinspeisegesetz (StromEinspG)?

Stromeinspeisegesetz (StromEinspG) vom 07.12.1990

Schon weit vor der Formulierung des “Gesetz fr den Ausbau erneuerbarer Energien” (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) hat die Bundesrepublik den Weg in RIchtung Frderung erneuerbarer Energien eingeschlagen.
Also bereits VOR dem Jahr 2000 ist man also damit begonnen, nachhaltigen Klimaschutz anzustossen.

Der offizielle Text des Bundesministerium fr Wirtschaft und Energie lautet:

“Das deutsche Stromeinspeisegesetz (StromEinspG) datiert aus dem Jahr 1990. Es trat zum 1. Januar 1991 in Kraft. Ziel der gesetzlichen Regelung war die vergtete Abnahme von Strom, der ausschliesslich aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Deponiegas, Klrgas oder aus Produkten oder biologischen Rest- und Abfallstoffen der Land- und Forstwirtschaft gewonnen wird, durch ffentliche Elektrizittsversorgungsunternehmen. Der Langtitel des Gesetzes lautete: Gesetz ber die Einspeisung vom Strom aus erneuerbaren Energien in das ffentliche Netz vom 7. Dezember 1990 (BGBl. I S.2633).

Mit dem Stromeinspeisegesetz wurden erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Elektrizittsversorgungsunternehmen (EVU) verpflichtet, elektrische Energie aus regenerativen Umwandlungsprozessen von Dritten abzunehmen und zu vergten. Damit gilt das Stromeinspeisegesetz als Vorlufer des im Jahr 2000 gesetzlich verabschiedeten Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).

Stromeinspeisegesetz (StromEinspG)

Das Stromeinspeisungsgesetz (StromEinspG) umfasste lediglich fnf Paragrafen. In 1 StromEinspG wurde die Zielstellung und der Anwendungsbereich bestimmt, in 2 StromEinspG die Abnahmepflicht der EVUs festgeschrieben. 3 StromEinspG enthielt die Vergtungsregeln fr erneuerbare Energien. Whrend fr Strom aus Wasserkraft, Deponiegas und Klrgas sowie aus Produkten oder biologischen Rest- und Abfallstoffen der Land- und Forstwirtschaft mindestens 75 vom Hundert des Durchschnittserlses je Kilowattstunde aus der Stromabgabe von Elektrizittsversorgungsunternehmen an alle Letztverbraucher festgelegt wurden, betrug die Vergtung fr Strom aus Windkraft und Sonnenenergie mindestens 90 von Hundert des in 3 Abs. 1 Satz 1 StromEinspG genannten Durchschnittserlses.4 StromEinspG enthielt eine Hrteklausel, um die EVUs vor unbilligen Hrten zu schtzen. 5 legte den Termin des Inkrafttretens fest.

Das Stromeinspeisegesetz kurbelte die Produktion erneuerbarer Energien in Deutschland an. Besonders Windkraftanlagen entstanden in den 90er Jahren. Von Anfang an wurde das Stromeinspeisegesetz von den groen EVU gerichtlich bekmpft. Im Januar 1996 wurde das Stromeinspeisungsgesetz dann letztlich vom Bundesverfassungsgericht und 2001 vom Europischen Gerichtshof besttigt. Die Befrworter erneuerbarer Energien hatten sich durchgesetzt.”

(Quelle:https://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Dossier/eeg.html?cms_docId=72462)

Gesetzestexte

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