Klimaziele 2020 in Gefahr

Die gesetzten Klimaziele 2020 sind gefährdet

Die von der Regierung berufene Expertenkommission kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.
Zwar konstatiert Wirtschaftswissenschaftler Andreas Löschel, Vorsitzender des Kommission, die Energiewende komme “voran”, allerdings überwiegen in der Zusammenfassung des Berichts die kritischen Anmerkungen. So ist das zentrale Ziel der Verringerung von Treibhausgasen “erheblich gefährdet”.

Erreichbar sind die Klimaziele 2020 nur noch, wenn die Emissionen bis 2020 jährlich im Durchschnitt um 28 Mio. Tonnen CO2 gesenkt würden. Sehr viel, wenn man bedenkt, dass in den Jahren 2000 bis 2014 der Jahresdurchschnitt ca. 9 Mio. Tonnen betrug. Das bedeutet, die Minderung der Emissionen muss verdreifacht werden.

Klimaziele 2020

Sicherlich wird eine Verringerung durch die Stilllegung für ältere Braunkohlekraftwerke eintreten.
Das Wichtigste ist unserer Meinung nach, dass endlich Anreize (z.B. steuerliche Entlastungen)  für Hauseigentümer für die energetische Gebäudesanierung geschaffen werden. Gleiches gilt übrigens auch für die E-Mobilität. Auch hier sind die Ziele für 2020 mit einer Senkung des Energieverbrauchs um 10 Prozent mittlerweile utopisch.

Einzig beim Ausbau der erneuerbaren Energien besteht noch Hoffnung. Das Ziel lautet, bis zum Jahr 2020 den Anteil des Ökostroms auf mindestens 35 Prozent zu steigern. Vieles wird sicherlich davon abhängen, ob Herr Gabriel die Energiewende “in Bürgerhand” belässt oder ob der Bereich “erneuerbare Energien” in die Hände der arg gebeutelten Energiekonzerne gelegt wird. Es deutet einiges auf die zweite Variante hin. Damit wären Akzeptanz sowie günstige Preise für die Bürgerinnen und Bürger – und somit die Energiewende insgesamt – aus unserer Sicht mehr als gefährdet.

Keine gute Ausgangsposition für Deutschland als selbsternannte “Energiewendevorzeigenation”.

Unser Fazit:

Mit der friesenenerigewende sind wir der Politik bereits einen Schritt voraus – machen und nicht nur reden.

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